Mein Alltag mit pubertierenden Kindern ist selten leise und ehrlich gesagt auch selten planbar. Als Mama von zwei Jungs mitten in der Pubertät, mit einer älteren Golden-Retriever-Dame und einem Job im telefonischen Beschwerdemanagement ist eigentlich immer etwas los. In diesem Beitrag nehme ich dich mit durch einen ganz normalen Tag bei mir.
Alltag mit pubertierenden Kindern – der frühe Start in den Tag
Der Tag beginnt früh, meist schon um 5:30 Uhr. Müde, verschlafene Blicke, kleine Diskussionen darüber, wer zuerst aufstehen muss (mein Großer ist dabei deutlich widerspenstiger als der Kleine), und ein Hund, der schon am frühen Morgen ungeduldig auf seine Runde wartet, gehören dazu. Während ich alle irgendwie aus dem Bett bekomme und in den Tag begleite, kreisen meine Gedanken bereits um die ersten Anrufer bei der Arbeit. Da ich keinen Kaffee trinke, starte ich meinen Morgen jeden Tag mit einer Tasse Tee, die mir hilft, langsam wach zu werden.

Arbeiten im Homeoffice – Telefon, Geduld und starke Nerven
Sobald die Jungs aus dem Haus sind, beginne ich pünktlich um 7 Uhr mit meiner Arbeit. Da ich im Homeoffice tätig bin, ist mein Arbeitsweg zum Glück kurz. Ich arbeite im Reklamationsmanagement für eine Zeitung, hauptsächlich am Telefon. Anschreien lassen, Beleidigungen aushalten und trotzdem freundlich bleiben, zuhören und Lösungen finden, all das gehört dazu. Diese Arbeit fordert viel Konzentration und Nerven wie Drahtseile.
Mittag, Teilzeit und einfache Küche
Aus gesundheitlichen Gründen arbeite ich in Teilzeit, etwa 30 Stunden pro Woche, und bin meist gegen 13 Uhr fertig. An manchen Tagen bin ich danach ehrlich gesagt ziemlich erschöpft und brauche erst einmal Ruhe, um neue Kraft zu sammeln. Danach kümmere ich mich ums Essen, das wir oft erst später gemeinsam einnehmen. Große Kochaktionen sind bei uns eher selten, stattdessen gibt es einfache Gerichte, die schnell gehen, satt machen und wenig Aufwand brauchen.
Nachmittag zwischen Haushalt, Schule und Fußball
Der Nachmittag dreht sich vor allem um Haushalt, Organisation und natürlich um die Jungs. Hausaufgaben, Lernen, Termine oder Gespräche zwischen Tür und Angel gehören fest dazu. Gerade dieser Alltag mit pubertierenden Kindern verlangt oft viel Geduld und die Fähigkeit, auch im Chaos den Überblick zu behalten. Viermal pro Woche stehen wir außerdem auf dem Fußballplatz, da beide Jungs im Verein spielen. An diesen Tagen begleite ich sie zum Training und komme dabei mit anderen Müttern ins Gespräch. Diese Zeit genieße ich sehr, manchmal chaotisch und laut, manchmal überraschend ruhig.
Abends Zeit für mich
Abends kehrt langsam Ruhe ein, zumindest meistens. Wenn der Hund zufrieden ist und die Jungs beschäftigt sind, meist zocken sie mit ihren Freunden an der Konsole, nehme ich mir bewusst Zeit für mich. Am liebsten schaue ich dann, ganz klischeehaft wie eine alte Oma, Krimis. Dabei kann ich am besten abschalten und den Tag hinter mir lassen.
Fazit: Echt statt perfekt
Mein Alltag ist bunt, laut und manchmal anstrengend. Doch genau das gehört für mich dazu. Ich habe gelernt, mir selbst weniger Druck zu machen und die kleinen Pausen bewusst wahrzunehmen und sie mir auch zu nehmen. Perfekt ist hier nichts, aber dafür ist alles echt. Und genau das reicht mir.